Die faszinierende
Welt der Halszither

Was macht die Halszither so besonders?
Die Halszither ist ein traditionelles, lautenähnliches Zupfinstrument mit langer Geschichte im Alpenraum. In der Schweiz fand sie im Toggenburg, Emmental, Entlebuch und in Kriens frühe Erwähnung. Typisch sind ihr flacher Resonanzkörper und der lange Hals mit 13 Saiten. Sie wurde vor allem im 18. und 19. Jahrhundert von Bauern gespielt und begleitete sowohl religiöse als auch weltliche Lieder. Anders als die kunstvoll gespielte Konzertzither war sie ein einfach zu erlernendes, bodenständiges Instrument im Alltag.
Welche Bedeutung hat die Halszither im Toggenburg?
Im Toggenburg diente die Halszither zunächst der Begleitung geistlicher Lieder. Erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts entwickelte sie sich zum Instrument der allgemeinen Unterhaltung. Ihr sanfter Klang entsteht durch Stahl- und Darmsaiten und erinnert durch die Begleitung von Bass und Quint an Dudelsackklänge. Das Instrument wurde von Männern und Frauen gleichermassen gespielt und war ein wichtiger Teil der regionalen Volksmusiktradition.
Was können Besucher im Ackerhus sehen?
Im Ackerhus sind Halszithern aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert ausgestellt, welche verschiedene handwerkliche Stile und Verzierungen zeigen. Die Sammlung gibt einen Einblick in die Fertigungstradition und das soziale Leben der Region. Diese Zithern gehören nebst den Hausorgeln zu den gebietsspezifischen Musikinstrumenten. Den gebietsspezifischen Musikinstrumenten
Wird die Halszither im Ackerhus auch gespielt?
Das Ackerhus bietet neben der Ausstellung auch Konzerte und Workshops, bei denen die Halszither gespielt wird. Einheimische Musiker, darunter Vorstandsmitglied Paul Koller, präsentieren traditionelle und moderne Interpretationen, die die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen. Besucher haben die Möglichkeit, das Instrument auch selbst auszuprobieren.





